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Furcht vor Kundenschwund: Bahn verzichtet erneut auf PreiserhöhungenWenn die Bahn die Preise erhöht, geht internen Berechnungen zufolge immer ein Teil der Kundschaft verloren. Im zweiten Jahr in Folge beschloss das Unternehmen nun, die Preise für ein Bahnticket nicht anzuheben, um Kundenschwund zu vermeiden. Dieser wurde zuletzt vor allem dem Fernbus zugeschrieben, der durch seine günstigen Preise eine starke Konkurrenz für die Deutsche Bahn darstellt. Stattdessen will der Staatskonzern verstärkt am Service arbeiten und den Konzern an sich umstrukturieren.

Zwar sieht die Deutsche Bahn sich mit deutlich gestiegenen Kosten konfrontiert, doch sollen diese nicht direkt auf den Kunden abgewälzt werden. So sollen im kommenden Jahr 90 Prozent der Fahrkarten im Fernverkehr zum gleichen Preis verfügbar sein wie im laufenden Geschäftsjahr. Wie hingegen im Regionalverkehr vorgegangen wird, bleibt abzuwarten. Im Gegensatz zur Preispolitik bei ICEs und ICs, werden die Fahrkartenpreise für den Nah- und Regionalverkehr nicht zentral bestimmt. Dabei werden auch hier Gewinneinbußen verzeichnet, die den Fernbussen zugeschrieben werden. Gerade auf einer Bahnverbindung, die parallel zu einer Autobahn verläuft, steigen immer mehr Kunden auf den Bus um, da sich die Fahrzeit in diesem Fall nicht signifikant unterscheidet. Ein Beispiel dafür stellt die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Nürnberg und München dar, die erst vor knapp zehn Jahren eröffnet wurde und nun zunehmend an Attraktivität verliert. Dabei wird seitens der Bahn auch bemängelt, dass der Regionalverkehr zwar auf dem Papier geschützt sei, dies jedoch in der Realität nicht umsetzbar wäre. Zum Schutz des staatlich subventionierten Regionalverkehrs dürfen Fernbusse nur Strecken von über 50 Kilometern bedienen. Laut Hansrüdiger Fritz, dem Vorsitzenden der Regionalleitung der DB Regio Bayern, würden die günstigen Ticketpreise die Kunden dazu verleiten, zu Trick 17 zu greifen und Fahrten für längere Strecken zu buchen, jedoch schon an einer früheren Haltestelle auszusteigen.

Im Aufsichtsrat der Bahn macht unterdessen die Bundesregierung Druck. Diese fordert, dass der Konzern sich verstärkt auf die Kundenzufriedenheit fokussieren müsse. So soll beispielsweise an den Pünktlichkeitswerten gearbeitet werden, die sich zwar Jahr für Jahr verbessern, jedoch noch immer nicht im grünen Bereich sind. Auch an den Serviceleistungen wird aktuell geschraubt: So entfällt künftig die Reservierungspflicht in den ICE-Sprinter-Zügen und schon jetzt haben Kunden der ersten Klasse im ICE Zugang zu kostenlosem WLAN. Im Regionalverkehr wird unterdessen aktuell eine „Mitfahrer-App“ getestet: Hier haben Fahrgäste die Möglichkeit, per Smartphone Mitreisende zu suchen, um sich gemeinsam ein Ticket zu teilen und so effektiv den Fahrtpreis zu senken. Und auch auf dem Fernbus-Markt selbst möchte die Bahn nun verstärkt mitmischen: Nachdem der Staatskonzern seit Ende August alleiniger Eigentümer des Busunternehmens Berlin Linien Bus ist, wird nun der Netzausbau ins Visier genommen. Am 15. Oktober startet der Fernbus-Anbieter elf neue Linien und verbindet so 17 neue Städte miteinander. Bis Jahresende soll das bestehende Angebot von Bahn-Tochter Berlin Linien Bus vervierfacht werden. (KH)

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