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Mitfahrgelegenheit

Mitfahrzentrale und Fernbus – die günstigen Alternativen zur Bahn

MitfahrgelegenheitNeben dem Fernbus ist die Mitfahrgelegenheit, also die geplante Mitnahme von Mitreisenden im eigenen PKW, eine beliebte und kostengünstige Reise-Alternative zur Bahn. Auf diversen Online-Portalen tummeln sich Fahrer, die für ihre Städtereisen gegen eine Kostenbeteiligung Mitfahrer suchen. Diese Mitfahrmöglichkeiten zeichnen sich vor allem durch ihre Flexibilität aus. So wird die Reise individuell mit dem Fahrtanbieter geplant. Der Abfahrts- wie der Ankunftsort können abgesprochen werden. Dadurch ist sogar eine Reise von oder zur eigenen Haustür möglich. Auch zeitlich ist man weitaus flexibler als im Linienverkehr von Bahn oder Fernbus. Darüber hinaus kann die Fahrgemeinschaft im Falle eines Verkehrsstaus spontan vom Kurs abweichen.
 

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Günstig verreisen in der Fahrgemeinschaft


Bei den Mitfahrzentralen finden sich zum Teil auch Ziele und Verbindungen, die weder Fernbus noch Bahn anfahren. So müssen Reisende nicht mehr langwierige und teils teure Umsteigeverbindungen in Kauf nehmen, sondern können die Mitfahrgelegenheit als kostengünstige Alternative nutzen, wenn keine Direktverbindung zur Verfügung steht. Gerade bei kleinen und mittelgroßen Städten, die noch nicht gut ins Fernbusnetz integriert sind oder auf keiner Fernbuslinie angefahren werden, ist die Mitfahrzentrale (Mfz) oft die beste Möglichkeit, um günstig zu verreisen. Eine erste Übersicht der Ziele finden Sie in unserer Mitfahrgelegenheit Städteübersicht. Eine solche Fahrgemeinschaft kann auch sehr interessant sein – man hat die Chance neue Leute kennen zu lernen und kann sich die Fahrzeit mit guten Gesprächen vertreiben. Um Kunden eine umfassende Alternative zu teuren Bahnfahrten zu geben, stellen wir Ihnen hier eine Auswahl empfehlenswerter Mitfahrzentralen vor.

Mitfahrzentralen in Deutschland

Mitfahrzentralen in DeutschlandDer Markt für Mitfahrgelegenheiten wird dominiert von großen Anbietern, die meist europaweit agieren. Während die Marktführer mit guter Verfügbarkeit und zahlreichen Angeboten punkten können, finden sich bei den kleineren, alternativen Anbietern oft die günstigeren Angebote und die Vermittlung ist völlig kostenlos – meist auch ohne vorherige Registrierung. Dennoch sind Sie bei einem Fahrtausfall für gewöhnlich abgesichert.
 
BlaBlaCar
Gegründet wurde BlaBlaCar bereits 2006 in Paris. Seit 2008 betreibt das Unternehmen in Frankreich erfolgreich die Seite Covoiturage.fr. Mittlerweile ist die Online-Mitfahrzentrale in zwölf europäischen Ländern vertreten und seit April 2013 auch in Deutschland. Neben der Vermittlung von Fahrgemeinschaften will das Portal Gleichgesinnte in einem Auto zusammenführen und so gute Gespräche ermöglichen. So können die User bei der Anmeldung auch Auskünfte über ihre Gesprächigkeit und Interessen abgeben. Das Modell kommt an und ist nun auch in Deutschland zu einer erfolgreichen Marke unter den Mitfahrportalen geworden. Das dürfte aber auch daran liegen, dass BlaBlaCar derzeit in Deutschland noch kostenfrei verfügbar ist.

Mitfahrgelegenheit.de
mitfahrgelegenheit.de (MFG) ist in Deutschland der größte Anbieter und seit mehr als zehn Jahren am Markt präsent. Allein schon aufgrund seiner hohen Bekanntheit bietet die Online-Börse die größte Auswahl an Fahrten an. Allerdings geriet die Seite im April 2013 stark in die Kritik, da sie ein Gebührenmodell eingeführt hatte, das für alle Fahrten über 100 Kilometer eine Buchungsgebühr von elf Prozent des Fahrpreises vorsieht. Verständlicherweise protestierten zahlreiche Nutzer gegen die neu eingeführten Zusatzkosten auf dem ehemals kostenlosen Portal. Davon profitierte auch der zu dieser Zeit neu gestartet Konkurrent BlaBlaCar, der schließlich im April 2015 die Carpooling GmbH mit Ihren Marken mitfahrgelegenheit.de und mitfahrzentrale.de aufgekauft hat.

Mitfahrzentrale.de
mitfahrzentrale.de (MFZ) wird wie auch mitfahrgelegenheit.de von carpooling.com betrieben. Das Online-Portal besteht seit 1998 und vermittelt Mitfahrangebote in ganz Europa. Nutzer können sich kostenlos registrieren und damit Angebote einstellen und Mitfahrmöglichkeiten durchsuchen. Daneben bietet die Webseite eine kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaft mit Zusatzleistungen wie direkte Anzeige der Telefonnummern an. Wie bei allen anderen Portalen liegt die Organisation der Fahrt sowie die Absprache von Fahrtdetails, wie etwa Abfahrts- und Zielort oder Zeitpunkt in den Händen der Nutzer. Wie bei den meisten Konkurrenten werden auch hier in der Übersicht Details zu den einzelnen Fahrern, wie Automarke oder ADAC-Mitgliedschaft, angezeigt.

Bessermitfahren.de
bessermitfahren.de wurde im April 2013 mit der Intention gegründet, der Einführung von Gebühren bei mitfahrgelegenheit.de Paroli zu bieten. So will das Portal auch dauerhaft kostenlos bleiben. Auf der funktionell gestalteten Seite tummeln sich bereits viele Nutzer und ein breites Angebot an Mitfahrgelegenheiten ist verfügbar. Die Webseite will seine Nutzer vor allem mit Einfachheit überzeugen: So gibt es keine Registrierung, keine Bestätigungsvorschriften, keine Fristen und keine Bonitätsprüfung – es sollen einfach Fahrer und Mitfahrer zusammengebracht werden und sich auf einen fairen Preis für die Reise einigen.

Fahrgemeinschaft.de
fahrgemeinschaft.de ist ein neuerer Anbieter, der sich gerade seit der Gebührenerhebung bei Mitfahrgelegenheit.de über ein rasantes Wachstum freuen konnte. In Kooperation mit dem ADAC ist die Website mit etwa 700.000 Nutzern mittlerweile eine der größten kostenfreien Mitfahrzentralen in Deutschland. Eine Besonderheit des Anbieters ist neben der klassischen Fahrgemeinschaften-Vermittlung auch die Möglichkeit freie Plätze auf Gruppentickets der Bahn zu finden. Alle Angebote auf dem Portal sind kostenlos, teilweise ist jedoch eine Registrierung nötig.

Flinc.de
Die Mitfahrzentrale flinc.de ist vor allem für kurze Strecken innerhalb von Städten gedacht und macht damit mehr dem Taxi Konkurrenz als Fernbus oder Bahn. Auf dem Portal registriert man sich kostenlos, dafür wird man auch immer gleich in der App benachrichtigt, wenn eine Wunschstrecke angeboten wird. Flinc wirbt damit, Mitfahrer adressgenau von Tür zu Tür zu bringen – man gibt einfach die genauen Adressen für Abfahrt und Ziel ein. Als Fahrer profitiert man auch von der Teilstreckenvermittlung, denn so finden sich mehr passende Mitfahrer. Daneben hat das Portal eine Kooperation mit dem Carsharing-Anbieter DriveNow, dessen Dienste als mögliche Alternative eingeblendet werden.

Drive2day.de
Schon seit 1998 ist der österreichische Anbieter drive2day.de auf dem Markt aktiv. Nachdem das Angebot lange eher klein war, profitierte das kostenfreie Portal auch vom Boykott beim Marktführer und konnte seine Bekanntheit ausbauen. Drive2day ist völlig kostenlos, auch eine Registrierung ist nicht erforderlich um Angebote zu durchstöbern, es sind sogar die Kontaktdaten der Fahrer öffentlich einsehbar.

Fahrer und Mitfahrer – eine Love-Story?

Mitfahrzentrale: Fahrer und MitfahrerDie Kommunikation ist ein wichtiges Thema bei der Mitfahrgelegenheit. Denn während man im Bus oder Zug mit vielen Leuten in einem relativ großen Raum sitzt und so auch in der Menge untergehen kann, ist man bei der Fahrgemeinschaft im Auto auf engstem Raum mit ein bis vier fremden Personen zusammen. Das kann durchaus interessant sein, man hat die Gelegenheit neue Menschen kennenzulernen – das Portal blablacar.de hat sich sogar darauf spezialisiert Personen mit ähnlichen Interessen zusammenzuführen. Aber es kann auch sehr anstrengend sein. Zwar haben Fahrer und Mitfahrer im Vorfeld der Fahrt Kontakt per E-Mail oder Telefon, aber richtig kennenlernen können sie sich dabei nicht. Das passiert erst im Auto und wenn man sich dann nicht riechen kann, stehen unangenehme Stunden bevor. Meist bleibt das aber die Ausnahme und so berichten Fahrer wie auch Mitfahrer oft von interessanten Begegnungen und kurzweiligen Reisen im Auto. So einfach und günstig die Mitfahrgelegenheit ist, ein bisschen Lotteriespiel ist immer mit dabei – aber gerade das wissen auch die Nutzer zu schätzen.

Waren Sie schon unterwegs mit Mitfahrgelegenheiten und haben Skurriles erlebt?

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Von Stadt zu Stadt mit der Mitfahrgelegenheit

Da Mitfahrangebote nicht im Linienverkehr organisiert sind und individuell angeboten werden, stehen den Reisenden mit diesem Verkehrsmittel beinahe unbegrenzte Möglichkeiten zur Verfügung. Zunächst sind es natürlich auch die großen Metropolen, wie Berlin, München oder Hamburg, für die zahlreiche Verbindungen angeboten werden. Bei BlaBlaCar finden sich zum Beispiel für München oder Hamburg im Schnitt 30.000 Angebote mit verschiedensten Destinationen. Aber auch Städte wie Nürnberg, Bayreuth oder Wuppertal, die günstig an Autobahnkreuzen oder an viel befahrenen Straßen liegen, finden sich häufig als Abfahrtsort, da sie auch als Zwischenstopp angefahren werden. Daneben sind aber auch viele kleinere Städte wie Deggendorf, Leer oder Weimar mit Hunderten von Mitfahrangeboten vertreten. Den Preis kann der Fahrer dabei selbst festlegen, die meisten Portale schlagen jedoch mit einem Fahrpreisrechner automatisch einen fairen, auf der Entfernung basierenden Preis pro Mitfahrer/in vor.

Fernbus, Bahn und Mitfahrzentrale: Vor- und Nachteile

Mitfahrgelegenheit im Vergleich mit Bahn und FernbusMit Blick auf die Umweltbelastung schneiden die Fernbusse besonders gut ab. Laut einer Studie vom Bundesumweltamt verbrauchen Fernbusse bei guter Auslastung auf einer Vergleichsstrecke pro 100 Kilometer nur 1,5 Liter Treibstoff pro Person. Die Bahn kommt bei diesem Vergleich auf 2,5 Liter. Weit abgeschlagen auf dem letzten Platz steht der PKW mit 5 Liter pro tatsächlich beförderter Person. Bei der Studie wurde jeweils die gesamte Produktionskette, also auch die Herstellung des Kraftstoffs bzw. des Stroms berücksichtigt. Bei genauerer Betrachtung muss man den schlechten Wert für das Auto jedoch damit relativieren, dass der Treibstoffverbrauch deutlich sinkt, wenn mehrere Personen in einem PKW reisen – die Studie rechnet mit 1,5 Mitreisenden. War jedoch die Mitfahrvermittlung erfolgreich, sind bis zu fünf Personen im Wagen. Neben der Umweltbilanz gibt es aber noch einige weitere Punkte, die für oder gegen Fernbus, Bahn und Fahrgemeinschaft sprechen. Natürlich ist da der Preis, aber oft sind es auch einfach persönliche Vorlieben. Wie wichtig ist die Privatsphäre auf der Reise? Will man die Fahrt lieber individuell planen oder einfach ein Ticket für den Linienverkehr kaufen?

Preisvergleich: Fernbus, Bahn und Mitfahrgelegenheit

Wider Erwarten gewinnt im Preisvergleich der Fernbus gegen die Mitfahrangebote – abgeschlagen auf dem letzten Platz liegt die Deutsche Bahn. Im großen Verkehrsmittelvergleich der Fernbusse.de Redaktion haben wir anhand von 20 ausgewählten Städteverbindungen die Preise von Fernbussen, Mitfahrmöglichkeiten und der Bahn analysiert. So kommt man mit dem Fernbus im günstigsten Tarif von Hamburg nach Frankfurt schon für 15 Euro. Bei den Mitfahrzentralen zahlt man dagegen mindestens 25 Euro und die Bahn lässt sich diese Städteverbindung 59 Euro kosten. Dennoch kann die Deutsche Bahn mit ihren Fahrtzeiten punkten. So bringt sie ihre Kunden in gut dreieinhalb Stunden von Hamburg nach Frankfurt. Im Auto dagegen sollte man sich viereinhalb Stunden Zeit nehmen und im Bus gut sechs Stunden. Neben Preis und Fahrtzeit muss man aber auch Komfort und Service berücksichtigen. Während der Fernbus, wie auch die Bahn, im Linienverkehr organisiert ist, sind die Mitfahrangebote zeitlich flexibel und auch der genaue Abfahrts- und Ankunftsort kann individuell festgelegt werden – überhaupt muss die Reise erst genau mit dem Fahrtanbieter geplant werden. Für Bahn oder Bus muss man lediglich ein Ticket kaufen, der Rest steht fest. Letztlich liegt es an den persönlichen Ansprüchen: Schnell wie die Bahn, günstig wie der Fernbus oder flexibel wie die Mitfahrvermittlung?


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19 Kommentare zu Mitfahrgelegenheit

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