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Maut für Fernbusse: Verkehrsminister unter Politikern allein auf weiter FlurIm Oktober wird die LKW-Maut ausgeweitet und gilt dann auch für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen Gesamtgewicht. Neben dem PKW, für den bereits eine Maut in Planung ist, ist der Fernbus dann das einzige Verkehrsmittel auf Deutschlands Autobahnen, für das keine Abgaben gezahlt werden müssen. Die Süddeutsche Zeitung nahm dies zum Anlass, bei Politikern nachzufragen und Meinungen über eine mögliche Fernbus-Maut einzuholen. Dabei stellte sich heraus, dass sich nahezu jeder Befragte – unabhängig von der Parteizugehörigkeit – für die Einführung einer Bus-Maut ausspricht. Allein auf weiter Flur ist lediglich Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), der Abgaben für den Fernbus nach wie vor vehement ablehnt und stattdessen mehr Eigeninitiative seitens der Deutschen Bahn fordert.

Laut Joachim Herrmann, CSU-Verkehrsminister in Bayern, ergebe es keinen Sinn, dass der Bus als einziges Verkehrsmittel von Abgaben ausgenommen ist. Diese Ansicht wird ebenfalls von Politikern von SPD, den Grünen und der Linken vertreten. Dobrindt hingegen merkt an, dass „0,2 Cent pro Fahrgast und Kilometer den aktuellen harten Wettbewerb mit der Bahn auch nicht relevant verändern.“ Stattdessen plädiert er erneut dafür, dass die Deutsche Bahn ihr eigenes Fernbus-Angebot optimieren muss und den Service in Fernzügen besser an die Kundenwünsche anpassen muss. Dies könne beispielsweise durch die Einführung von kostenlosem WLAN geschehen. Gerade die Forderung nach Internet-Zugängen für Reisende zeigt Defizite bei der Bahn auf: Nachdem seit einigen Monaten kostenfreies WLAN im Erste-Klasse-Abteil in ICEs angeboten wird, gestanden Vertreter der Bahn in der vergangenen Woche ein, dass das Internet oft zu langsam oder überhaupt nicht verfügbar wäre. Als Grund wurde angegeben, dass man mit einer so hohen Nachfrage nicht gerechnet habe.

Unterschätzt habe man ebenfalls die Beliebtheit von Fernbus-Anbietern wie MeinFernbus, FlixBus und Postbus, wie die Bahn bereits mehrfach eingestand. Mit besonders günstigen Sparangeboten und einer Serviceoffensive sollen daher Kunden zurückgewonnen werden – eine Aktion, die der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer als Argument gegen die Fernbus-Maut nutzt. Laut BDO sei der Fernbus der Auslöser dafür, dass zahlreiche Reisende das eigene Auto neuerdings stehen lassen und stattdessen auf Bahn und Bus umsteigen. Dieser Trend schont die Umwelt, weshalb der Erfolg des jungen Fernbus-Marktes nicht durch die Einführung einer Maut gebremst werden dürfe. Statt sich auf die Straßenabnutzung von Fernbussen zu fokussieren, verweist der BDO darauf, dass ein Bus bis zu 30 Autos ersetzen könne und fügt außerdem an, dass Busse die eigene Partikelmasse seit Mitte der 1990er Jahre um 97 Prozent verringert hätten. „Wer solche Werte erzielt, sollte im Verkehr Vorfahrt genießen,“ so das Fazit des BDO. (KH)

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